Freundliche Töne aus der Kärntner Landesregierung

Der Bürgerinitiative „Rettet den Mühlbach“ wurde vor einigen Tagen der Inhalt eines Schreibens des Leiters der Abteilung 12 – Wasserwirtschaft des Amtes der Kärntner Landesregierung übermittelt. In diesem Schreiben entgegnet DI. Kurt Rohner Ende Juli 2021 einer besorgten Hermagorer Bürgerin zum Thema „Wassereinleitung in den Mühlbach“.

Es freut uns, dass dieses Schreiben sehr positiv und optimistisch klingt. DI. Kurt Rohner spricht von „guten Nachrichten, zumindest aus meiner Sicht der Dinge“ und führt dazu aus, dass die Stadtgemeinde Hermagor die Verantwortung für die Geschiebesperre in der Gössering übernehmen wird.

Weiters ist die Rede davon, dass nun die wesentlichen Rahmenbedingungen für ein Projekt zur Ausleitung von Wasser aus der Gössering zur Einleitung in den Mühlbach“kanal“ mit zuständigen Stellen und Experten festgelegt wurden.

Was weiters dem Schreiben zu entnehmen ist und uns ein wenig überrascht, ist der Umstandm dass die Stadtgemeinde das gegenständliche Projekt formell erst beantragen wird. Wir waren der Annahme, dass ein solches Projekt bereits beantragt wurde.

Diese Diskrepanz ist wohl dahingehend zu interpretieren, dass das Projekt sehr wohl der Landesregierung unterbreitet worden war, dass Lösungsmöglichkeiten angebahnt und besprochen wurden, dass aber erst nach Klärung aller Vorfragen und Rahmenbedingungen der konkrete Antrag gestellt werden kann.

Erstmals liegt uns nun auch explizit in schriftlicher Form die Bestätigung vor, dass die Stadtgemeinde Hermagor die gesetzlich vorgeschriebene Fischaufstiegshilfe errichten wird. Beide Projekte werden offenbar miteinander kombiniert.

Diese Auskünfte haben wir nun erstmals schriftlich vorliegen. Mündlich äußerten sich Bürgermeister DI. Leopold Astner und andere Gemeindevertreter schon wiederholt dazu, und bei der jüngsten Bürgerinitiative-Versammlung referierte der Sprecher der Bürgerinitiative, Rudi Lasser, darüber.

Die Realisierung wird nun im Detail von einem Fachmann geplant. Näheres kann erst gesagt werden, wenn Pläne vorliegen.

„Es wird wohl noch etwas Zeit brauchen…“, schreibt DI. Rohner, und das vernehmen wir ja nicht zum ersten Mal.

Die Stadtgemeinde Hermagor wird als „neuer Konsensinhaber“ bezeichnet, was zwischen den Zeilen lesen lässt, dass dies also bisher nicht der Fall war oder zumindest bisher nicht explizit die Verantwortung übernommen wirden war.

DI. Kurt Rohner bestätigt also nun auch aus seiner Sicht die Zusagen der Stadtgemeinde, dass sie dafür sorgen wird, dass wieder Wasser im Mühlbach fließen wird (Anm. und hoffentlich nicht nur ein Rinnsal, sondern wirklich wieder ein Bach!).

Seinem abschließenden Statement:

„Wir werden die Stadtgemeinde Hermagor in diesem Vorhaben nach Kräften unterstützen und so hoffen wir, dass eine gute Lösung erzielt werden kann.“

wollen wir uns vollinhaltlich anschließen. Weiterhin werden wir in der Bürgerinitiative Augenmerk auf unseren Mühlbach richten und dran bleiben in der Hoffnung, dass bald, sehr bald wieder Wasser in unserem geliebten Mühlbach fließt.

Ende gut, alles gut, so hoffen wir!

Ja, wir freuen uns sehr über diese klare Auskunft und geben sie gerne weiter.

Indessen gehen die Sorge und das Bangen um den Hermagorer Schützenpark weiter. Ein sehr, sehr ausführlicher Artikel, der sich mit diesem Thema und mit der Sorge um weitere Naherholungsgebiete und Denkmäler befasst, erschien unlängst im Blog der Gailtaler Akademie Santonino:

„Manchmal ist RETRO die bessere Zukunft“

Erfolgreiche Vernissage PRO Mühlbach, Sorge um den Schützenpark

Über die beeindruckende künstlerische Gesamtleistung und die gelungene Ausstellung und Vernissage am 25. Juni 2021 soll und wird noch allerlei zu vernehmen sein. Die Open-Air-Ausstellung bleibt mit Installationen und Land Art-Objekten voraussichtlich bis 23. Juli 2021 im Schützenpark Hermagor zu sehen.

Organisatorin Inge Lasser (und gleichzeitig Teilnehmerin) kann sich über großes Lob von allen Seiten freuen. Eine Kunstveranstaltung in dieser Größenordnung ist für Hermagor bisher einzigartig.

Das Engagement von weit über hundert Künstlern für unseren versiegten Bach setzt ein Zeichen und lässt hoffen. Auch die Worte des Bürgermeisters klangen vielversprechend.

Zwei der zahlreichen, sehr vielfältigen Installationen im, am beziehungsweise über dem Bachbett des Mühlbachs

Die digitale Kunstaktion „Botschaften an den Mühlbach“ läuft weiter. Die Betreuerin Lygia „Gia“ Simetzberger hat noch zahlreiche Zusendungen erhalten.

Da es schade wäre, wenn diese wunderbaren „Geschenke an den Mühlbach“ nicht gebührend wahrgenommen werden, sind auch noch weitere Präsentationsformen der Werke geplant.

In die Veranstaltung hat sich auch ein stummer Protest eingeschlichen, der eigentlich mit ihr nichts zu tun hatte. Diskret platziert, regte er doch einige Gespräche an. Mit einem Transparent protestierten nämlich die Anrainer des Schützenparks gegen die Errichtung einer sogenannten Arena aus Beton seitens der Gemeinde.

Nichts gegen einen Treffpunkt und Veranstaltungsort für junge Leute, ganz im Gegenteil. Doch ist der Schützenpark in seiner nostalgischen Romantik eine unverzichtbare Erholungsoase für Alt und Jung und dafür ungeeignet.

Statt der Zerstörung des Schützenparks durch Fällen alter Kastanienbäume, Entfernen des historischen Arenas und seelenlose Modernisierung sollte ein Areal für junge Leute nach deren Vorstellungen geschaffen werden.

Sollte dafür kein Grünland auffindbar sein, böte sich der Sport- und Spielplatz im Gösseringgraben an. Diese Arena im Graben, dagegen hat laut Umfragen niemand etwas einzuwenden.

PRO Mühlbach – die Teilnehmer:

Botschaften an den Mühlbach – die Teilnehmer:

Medienberichte sammeln wir hier:

https://rettetdenmuehlbach.wordpress.com/medien-meinungen-vernetzung/medienberichte/

Die Kunst imaginiert den fließenden Bach

Beide Kunstaktionen sind stattlich geworden und die Bürgerinitiative Rettet den Mühlbach freut sich über diese Aktivitäten. Möge der Eröffnung der Kunstausstellung im Hermagorer Schützenpark günstiges Wetter beschert sein und möge sie gut über die Bühne gehen!

Die digitalen

Botschaften an den Mühlbach

sind gleichzeitig in Hermagor an mehreren Standorten als Slideshow zu sehen:

https://hermagorkunstnatur.wordpress.com/slideshow/

Präsenz der Kunstprojekte für den Mühlbach, konkrete Rettungspläne im Laufen

Hier endlich das angekündigte Update. Es tut sich so viel – ein gutes Zeichen!

Die beiden Kunstprojekte für den Mühlbach steuern ihrem offiziellen Höhepunkt zu und werden auch noch lange nach ihrer Präsenz in Hermagor einen kräftigen Nachhall haben.

Die Slideshow „BOTSCHAFTEN AN DEN MÜHLBACH“, eine gekürzte Präsentation der Beiträge, die von rund hundert Künstlern nah und fern bisher an den Mühlbach übermittelt wurden, ist derzeit in der Hermagorer Innenstadt zu sehen (Kärntner Sparkasse, Raiffeisenbank und Galerie Wagenhofer, Hauptstraße 20).

Details hermagorkunstnatur.wordpress.com/slideshow/

Die Kunstaktion „PRO MÜHLBACH“ hingegen ist eine Freiluftveranstaltung, die von einem Hermagorer Künstler-Team organisiert wurde. Mit Spannung wird die Vernissage im Schützenpark erwartet, die am Freitag, dem 25. Juni 2021, ab 18 Uhr im Schützenpark stattfindet (bei ausgesprochenem Schlechtwetter einen Tag später). Die Objekte werden voraussichtlich noch bis Mitte Juli im Schützenpark zu sehen sein.

Details unsermuehlbach.at/kunst-kultur/pro-muhlbach/

ONLINE-PETITION FÜR DEN MÜHLBACH

Unser Online-Petition hat wieder einige Unterschriften hinzubekommen. Das Ziel von 500 Unterrschriften ist noch nicht erreicht, daher bitten wir weiterhin um Unterstützung. unsermuehlbach.at/cbxpetition/rettet-den-muehlbach/

AKTIVITÄTEN DER BÜRGERINITIATIVE

In den vergangenen Wochen fanden wieder viele Gespräche mit der Stadtgemeinde statt. Unter anderem schrieb die Hermagorerin Gerda Gasser, Bürgerinitiative, dem Landeshauptmann von Kärnten. Dessen Antwort veranlasste unseren Sprecher Rudolf Lasser zu einer ausführlichen Stellungnahme. Zu den positiven Signalen, die uns seitens der Hermagorer Stadtgemeinde erreichen, siehe gleich im Anschluss.

Demnächst (noch vor der Vernissage) findet ein Auftakt zu den geplanten Hermagorer Round Tables statt, die in Hinkunft stattfinden sollen und deren Schwerpunkt die Hermagorer Naherholungsgebiete sind. Bei diesem Treffen, an dem auch ein Repräsentant der Hermagorer Stadtgemeinde teilnimmt, wird von diesem Schriftverkehr und vom Engagement unserer Stadtgemeinde die Rede sein. Information: Ulrike Maturana, Bürgerinitiative, siehe Kontakt.

POSITIVE SIGNALE VON DER STADTGEMEINDE HERMAGOR

Laut Auskunft von Bürgermeister Leopold Astner ist auf Beamten- bzw. Expertenebene inzwischen viel zur Rettung bzw. zur Wiederinstandsetzung des Mühlbachs geschehen, sodass es im Grunde genommen nur noch um das konkrete Wie und schon lange nicht mehr um das Ob der Umsetzung geht. Es fanden in letzter Zeit einige Begehungen und Besprechungen mit Fachleuten statt. Man setzte sich mit allen Aspekten der Situation auseinander. Derzeit erarbeitet ein Wasserbautechniker einen genauen Plan.

Es gibt also allen Grund zur Hoffnung, dass unser lieber Mühlbach wieder zum Leben erweckt wird.

HOFFNUNG UND VORFREUDE

Kunstobjekt von Anita Wiegele, in Arbeit,
wird bei der Vernissage eine Rolle spielen

Die baldige Vernissage „MÜHLBACHPHANTASIEN – PRO MÜHLBACH“ kann also durchaus in einer Atmosphäre der Hoffnung stattfinden.

Bei den Arbeitsbesprechungen des PRO MÜHLBACH-Organisationsteams wurde scherzhaft gemunkelt, ob denn die Veranstaltung buchstäblich ins Wasser fallen würde, sollte sich überraschend genau am Tag der Veranstaltung das Bachbett des Mühlbachs mit Wasser füllen…

Ein solches Wunder werden wir zwar nicht erleben, aber Vorfreude ist doch die schönste Freude, wie man so sagt.

Viele Bemühungen, Kunstaktion, Klagenfurt, Villach, Nockberge

Demnächst erfolgt hier das längst überfällige Update!

In den Medien tut sich rund um den Mühlbach nun der Kunstprojekte wegen besonders viel, daher ein Link zu zu unserem MEDIEN-ÜBERBLICK:

Die Stadtverwaltung rund um den neu gewählten Bürgermeister Leopold Astner zeigt sich um Dialog, Transparenz und Bürgernähe bemüht. Auch von Klagenfurt kommen, was die Bereitschaft für Lösungen anbelangt, durchaus positive Signale, dies auch seitens Landesbediensteter, denen vor Jahren die große Bedeutung des Mühlbachs für Hermagor nicht bewusst war.

Wenn alle an einem Strang ziehen, so wird letztlich auch eine heilbringende juristische Lösung gefunden werden. Unsere guten Gedanken begleiten die Entscheidungsträger, die keine leichte Aufgabe haben, auf dass es ihnen gelingt, die bestmöglichen Regelungen zu treffen.

Indessen ist die duale Kunstaktion für den Mühlbach in vollem Gang. Großartige Künstlerbotschaften an den Mühlbach finden Beachtung und Anerkennung und zugleich sind sie ein Beweis dafür, wieviel ein solches Gewässer den Menschen bedeutet. Künstlerische Impulse sind nicht zu unterschätzen. Die innigen Gedichte, die positiven Musikstücke und lebhaften Erzählungen sind wie Juwelen, die den Wert des Bächleins unterstreichen. Die Vernissage der Kunstaktion PRO MÜHLBACH im Schützenpark am 25. Juni 2021 wird schon von vielen mit Spannung erwartet.

Leider sind wir nicht die einzige Bürgerinitiative in Kärnten, die sich für ein Stück Natur engagieren muss. Uns gelangte zur Kenntnis, dass beherzte Bürger in Villach gegen die Verbauung eines Naturgebietes Sturm laufen und soeben langte bei uns eine Online-Petition aus dem Nockgebiet ein.

Bürgerinitiative Hochrindl (in den Nockbergen) https://www.openpetition.de/petition/online/retten-wir-die-hochrindl-der-berg-braucht-seine-ruhe

Oetker-Wiese, Villach https://www.verantwortung-erde.org/oetker-wiese-stadt-handelt-wider-eigenen-zielen/

Schöne Illusion

Heute (2. Mai 2021) regnete es in Hermagor stark. So stark, dass sich sogar das leere Bachbett des Mühlbachs mit Wasser füllte. Wir stellten das Foto in die Gruppe „Unser Bruder Mühlbach“ auf Facebook und erhielten prompt freudige Reaktionen darauf, dass der Mühlbach wieder fließt. Leider nur eine schöne Illusion. Denn kaum ist der Regen abgeklungen, wird es auch mit dem Nass wieder vorbei sein.

Foto: Ulrike Maturana

Bitte unterstützt und teilt unsere Online-Petition!

Kunst, Petition, Treffen, Webauftritte, Geokultur, Stadtmarketing und mehr

Es tut sich extrem viel. Nun ist Schwung in der Sache und die Lawine sozusagen nicht mehr zu stoppen. Eins ergibt das nächste.

Gemeinsame Webseite für alle Kulturinitiativen rund um den Mühlbach (Bürgerinitiative, Kunst, Kultur, Führungen, Geschichte, Geomantie, Forschung): Unser Mühlbach https://unsermuehlbach.at

Unsere Online-Petition ist reaktiviert, bitte unterstützen! unsermuehlbach.at/cbxpetition/rettet-den-muehlbach

Es gibt einen neuen Bürgermeister in der Stadt. Aller Augen und Hoffnungen sind auf ihn gerichtet, auch die der Bürgerinitiative. Er tritt ein schwieriges Erbe an und wird viel zu tun haben, um Hermagor von einem Schlusslicht wieder zu einem Vorzeigeort zu machen.

Die Entrüstung über den Verlust des Friedensparks im unteren Markt und die Sorge um die stückweise Vernichtung des Naturgebietes Burgermoos, verbunden mit der traurigen Tatsache, dass es in Hermagor nun weder einen Kinderspielplatz noch einen Skaterpark und daher keine Outdoor-Treffs mehr für Kinder und Jugendliche gibt, ist groß.

Der Volkszorn wegen dieser Zustände ist deutlich spürbar. Viele äußern sich fassungslos darüber, dass zwar enorme Gelder für andere Projekte vorhanden sind, doch die läppische Ablöse für den Friedenspark von der Gemeinde abgelehnt wurde, wodurch das vorletzte Erholungsgebiet in Hermagor für immer verspielt ist. Wie die Geschichte uns lehrt, kein Einzelfall in Hermagor.

Auch sonst allerlei Bitteres. Auch Kleinigkeiten können zermürben. Zum Beispiel: kein Blumenschmuck vorm Rathaus (bis auf ein paar wilde Löwenzahn-Rosetten den Randsteinen entlang, zum Glück), zu wenige Sitzbänke im Schützenpark und im Gösseringgraben, mangelhafte Pflege des Langegger-Parkplatzes, ganz zu schweigen von der dürftigen Spielwiese im Gösseringgraben, vom nüchternen, holprigen Kirchenplatz, von den hässlichen Pflanzencontainern, die im Stadtgebiet verwendet werden und den verwahrlosten Sperren am Mühlbach, die quer durchs gesamte Ortsgebiet ein Schandfleck sind.

Hermagor, Wulfeniaplatz (Rathausplatz) – keine Tulpen, keine Stiefmütterchen, am Friedhof mehr Leben!
Zum Glück behaupten sich dort diese Blumen am Straßenrand.

Trotz der Interventionen von Stadtbewohnern, sowohl an die Gemeinde als auch an den Alpenverein gerichtet, fehlen immer noch Wegweiser für jene Wanderwege, die im Ort beginnen. Die Schreiben an die Gemeinde bleiben mutmasslich unerledigt, man vernimmt einfach nie mehr etwas davon. Keine Wertschätzung, keine Information.

Auch die Anregung, unseren Mühlbach als Naturdenkmal unter Schutz zu stellen, ist wohl in einer Rundablage der Stadtgemeinde gelandet.

Der Ruf nach einem Gesamtkonzept betreffend die Naherholungsgebiete in und um Hermagor wird immer lauter. Man fragt sich, warum ein solches im Sinne einer verantwortungsbewussten, zukunftsorientierten Stadtplanung nicht selbstverständlich ist.

Viele Bürgern beklagen die mangelnde Transparenz hinsichtlich der Zuständigkeiten (und für manches scheint niemand zuständig zu sein) und mangelnde Bürgernähe. Wenn Geplantes nicht durchsickert, verunsichert das die Bevölkerung und sorgt für Unmut. So geht man nicht mit Bürgern um.

Man versprach vor der Wahl mehr Bürgernähe. Wir hoffen.

Wahrheit und Klarheit

Am schwersten wiegt für uns Mühlbach-Beobachter und -Kämpfer, wie schon an anderer Stelle erwähnt, dass wir hinters Licht geführt wurden. Erst durch die akribischen Recherchen unseres Sprechers kam Anfang 2021 zutage, dass der Mühlbach von den Landesbeamten von Anfang an, über die Köpfe der Bürger hinweg, abgeschrieben worden war und dass wir all die Jahre darüber belogen wurden.

Aber genau diese aufgetischte Mär von bedauerlichen Fehlern gibt uns jetzt die Kraft, erst recht aktiv und wachsam zu sein, unser Engagement und unsere Medienarbeit zu intensivieren.

Ist denn ein Verfahren nicht fragwürdig, bei dem der Gutachter in der Abteilung sitzt, die über die Sache entscheidet (und anscheinend sind solche Gutacher dann auch noch unfehlbar wie der Papst)? Genau das war der Fall und gipfelte in den unsinnigen und leider für die Sache fatalen Behauptungen, der Mühlbach sei ökologisch wertlos und entbehrlich und es bestünde kein öffentliches Interesse am Mühlbach.

Und nun hängt eine weitere bedeutende Entscheidung über ein Ansuchen, den Mühlbach betreffend, neuerlich von diesem Gutachter ab! Das klingt, mit Verlaub, nach einem falschen Film. Und in Verbindung mit anderen merkwürdigen Umständen, nach Befangenheit oder Amtsmissbrauch, je nachdem wie man es betrachtet, jedenfalls sollte der Fall geprüft werden.

Priorität: Der Mühlbach soll wieder rinnen

Die Bürger Hermagors schwanken zwischen Traurigkeit und Wut (wobei das noch gelinde ausgedrückt ist) und möchten, dass sich etwas bewegt. Der versiegte Mühlbach, bisher die Zierde des Ortes, ist dabei nur der absolute kulturelle Tiefpunkt und hat Prioriät, aber es hat noch weit mehr zu geschehen.

Alles hofft, dass unter dem neuen Bürgermeister frischer Schwung in die Gemeinde kommt.

Dass die verhärteten Strukturen, unter denen wir schon lange leiden, einem zeitgemäßen Betrieb weichen (professionelles Kommunikationstraining der Gemeinderäte und der Bediensteten ist anzuraten).

Und dass nun viel für ein florierendes Kulturleben und eine freundliche, gefühlvolle Ortsbildgestaltung, kurzum, alles was eine Gemeinde lebenswert macht, getan wird.

Wasser der Gössering, blühende Weide, bemooster Fels, aufgenommen im Hermagorer Gösseringgraben

Das Hermagorer Stadtmarketing

Das EU-geförderte Stadtmarketing soll zu einer positiven Stadtentwicklung beizutragen. Doch es gibt wunde Punkte.

Grundsätzliche Bereitschaft und Hilfestellung besteht. Budget gibt es allerdings keins. Und noch etwas Sonderbares: Anscheinend dürfen die Bediensteten sich nicht schriftlich äußern und dürfen nicht das Büro verlassen und selbst aktiv werden. Zumindest entstand der Eindruck der Bewegungslosigkeit.

Man hat eine konkrete Projektidee, braucht aber dann nicht erwarten, dass etwas geschieht. Das muss man alles selber in die Hand nehmen.

Es ist vielleicht gut, sich darüber keine Gedanken zu machen. Trotz dieser Defizite können sich Chancen ergeben. Vielleicht läuft es anders. Die Einschätzung ist schwierig, weil es gibt nichts Schriftliches dazu (wenn man davon ausgeht, dass man etwas Schriftliches bekäme, wenn es etwas Schriftliches gibt). Wir hoffen.

Man ist problembewusst betreffend den oberen Markt, der seit Jahren immer mehr abstirbt, was nicht zu übersehen ist. Der versiegte Mühlbach prägt das Bild des oberen Marktes und sollte daher sehr wohl auch Thema des Stadtmarketing sein. Es gibt zahlreiche Gründe, die für den Mühlbach sprechen, aber nichts, was dagegen spricht. Gerade den Mühlbach entlang könnte allerlei Kultur stattfinden, das kommt noch dazu.

Auch Hermagorer Bürger sind am Stadtmarketing beteiligt, erfuhren wir, vermutlich im Sinne eines Gremiums. Mit zwei Beteiligten davon ergaben sich nun ebenfalls Gespräche.

Dabei war zu erfahren, dass sich gerade ein Verein zur Stadtbelebung in Gründung befindet, an dem sich die Wirtschaftstreibenden, aber auch Gruppierungen wie die Bürgerinitiative, Leiter von Kulturprojekten und Künstler beteiligen können, und dass in ca. 14 Tagen eine Sitzung stattfinden wird.

Wenn man so etwas nur durch Zufall erfährt (Kommunikationsdefizite, siehe oben), ist das etwas seltsam. Eigentlich hätten die Kulturschaffenden schon längst zum Mittun eingeladen werden sollen, oder nicht? Das Stadtmarketing existiert doch schon Jahre.

Aber es ist gut, dass sich nun ein solcher Verein konstituiert und dass Bürger, die sich aktiv beteiligen wollen, daran teilhaben können. (Gut ist auch, dass wir davon erfahren haben.)

Damit Menschen ihre Projekte, die zur Ortsbildgestaltung förderlich beitragen, ehrenamtlich und auf eigene Kosten entwickeln und umsetzen dürfen, dafür bräuchte es wohl keines Stadtmarketing, aber vielleicht erschließt sich der Sinn des Ganzen noch.

Das ortsbelebende Thema des Jahres wird etwas mit „Hermagor erblüht“ zu tun haben. Nun, es ist Frühling, und tatsächlich, Hermagor blüht. Die Natur lässt sich das nicht verbieten! Aber klar doch, es ist anders gemeint!

Weitere Details, Hermagors Kunst- und Kulturschaffen betreffend, wird der Wulfenia Art Club (Interessenvetretung der Künstler und Kulturschaffenden) in seinen Berichten schlldern. Auch über die duale Kunstaktion für den Mühlbach wird dort berichtet werden. Hier geht es nur mit Informationen betreffend die Bürgerinitiative weiter. Weil sich so viel tut.

Bürgerinitiative-News

Es fanden in letzter Zeit zahlreiche Besprechungen der Bürgerinitiative statt, insbesondere eine Begegnung im Schützenpark, an der Gemeinderätin Christina Ball teilnahm, leider unergiebig, und ein Arbeitstreffen im Gösseringgraben am 24. April 2021.

Sprecher Dir.i.R. Rudolf Lasser berichtete zur Lage. Die Bürgerinitiative beschloss einhellig, künftig auch das Thema Schützenpark zu behandeln.

In den vergangen Wochen gab es wieder, wie üblich, zahlreiche Vorsprachen, an denen ein bis zwei Vertreter der Bürgerinitiative teilnahmen. Beim Bürgermeister, bei Gemeinderäten und Verwaltungsbeamten. Eine Aktivistin hat aus eigenem Antrieb ein Schreiben an den Landeshauptmann verfasst, dessen Inhalt uns nicht bekannt ist.

Vor der Wahl wurde der Bürgerinitiative ein gemeinsamer Round Table gleich nach den Wahlen zugesagt. Wir werden uns erkundigen, denn bisher ist dazu nichts zu vernehmen.

Es freut uns, dass Ines Kuttnig, die Tochter unserer verstorbenen Sprecherin Christine Kuttnig-Dekan, sich an der Bürgerinitiative beteiligt und auch ihre Teilnahme am dualen Kunstprojekt für den Mühlbach zugesagt hat.

Abschließend mögen noch ein paar aktuelle Aufnahmen für sich sprechen.

Segnung des Gösseringgrabens an sieben Stellen, an denen von Menschenhand erheblich eingegriffen wurde.
Mitgefühl des Wander Gold Steins mit dem Hermagorer Mühlbach
Peace Seed Hermagor, der Friedenssame für Hermagor, ein Werk von Gudrun Kargl, hielt Einzug in die Stadt und wurde feierlich mit dem Mühlbach verbunden. Gudrun Kargl ist nicht nur Künstlerin, sondern auch Geokulturistin, und es werden bereits einschlägige Pläne gewälzt.
Das Domainko-Kraftwerk am Mühlbach, eine tragische Geschichte
Bei einer Künstlerbesprechung bot Ulrike Maturana (Domainko) den Teilnehmern die Möglichkeit, das ehemalige Kraftwerk ihres Vaters zu besichtigen. Dieses liebe alte Kraftwerk würde sich gut als Schaukraftwerk eignen.
Der Wander Gold Stein besuchte den Schützenpark schon zum zweiten Mal und ist betrübt über den Schwund der Bepflanzung, der Wege und der Sitzbänke der einst so schmucken Grünoase. Das ehemalige Stromberger-Haus links an der Gössering soll dem Erdboden gleichgemacht werden, die Bäume an der erhöhten Böschung sollen verschwinden.
Egal wohin man fährt, überall in der Umgebung gibt es Bäche. Das hier ist die Vella bei Obervellach.
Hier ist die Vella in Radnig. Im Vergleich zum Hermagorer Mühlbach, der 800 LIter/Sekunde führte, war die Vella ein lieber kleiner Gebirgsbach. Es ist einfach nicht zu glauben.
Hermagor und seine Umgebung kann ein Paradies sein, doch ein Paradies braucht alle seine Gewässer.

Kunst für den Mühlbach

Ein weiterer Blogbeitrag von Rettet den Mühlbach

Großen Anklang findet die Aktion Kunst für den Mühlbach. Es haben sich genug Teilnehmer gemeldet, um nun (21. März 2021) mit der Umsetzung des Projektes zu beginnen. Es ist sowohl eine lokale Kunstaktion „Pro Mühlbach“ geplant als auch eine globale mittels „Botschaften an den Mühlbach“.

Kunst für den Mühlbach

Bis in die jüngste Vergangenheit gab es immer wieder künstlerische Aktivitäten in Verbindung mit den Gewässern (und anderen Naturschönheiten) in und um Hermagor. Maler, Bildhauer, Autoren, Fotografen, Video- und Aktionskünstler engagieren für unseren Mühlbach.

Die Künstler und Autoren Herbert Unterberger, Engelbert Obernosterer, Inge Lasser, Johannes Angerbauer, Sieglinde Jank und Gia Simetzberger haben sich bereits mit Umweltthemen und insbesondere mit dem Hermagorer Mühlbach auseinandergesetzt. Sie alle haben vor, sich an diesem dualen Kunstprojekt zu beteiligen.

Alle motiviert ihre tiefe Verbundenheit mit der Natur und die Wertschätzung der regionalen Lebenskultur.

Inge Lasser, Hermagor, übernimmt die Organisation vor Ort, koordiniert also die lokale Kunstaktion Pro Mühlbach. Begleitend gelangen künstlerische Botschaften an den Mühlbach und könnten in einer Online-Galerie erlebt werden. Das Botschaften-Projekt läuft bereits und entwickelt sich weiter (Work in Progress).

Aufruf in Mein Bezirk Online (mit Abbildungen vom Mühlbach)

Botschaften an den Mühlbach

http://hermagorkunstnatur.wordpress.com

Der Aufruf richtet sich an die heimischen Künstler, aber auch an Kunstschaffende in aller Welt mit der Bitte, dem Hermagorer Mühlbach einen künstlerischen Beitrag zu widmen.

Die Beiträge der Künstler (ab 2021) werden auf einer gemeinsamen Webseite vorgestellt. Auch eine Zusammenstellung älterer künstlerischer Beiträge ist geplant, um diese gleichermaßen zu würdigen.

Ein erster Gruß

Ein sichtbares Zeichen wurde bereits gesetzt, ehe das Projekt offiziell begann.

Von einer engagierten Künstlerin, die im Nachbarbezirk Spittal wohnt und sich dem Bezirk Hermagor sehr verbunden fühlt.

Der Friedenssamen für Hermagor

ist Teil einer internationalen PEACE SEED (Friedenssamen) Serie von

Gudrun Kargl,

die bereits mehrmals im Ausland ausgestellt wurde und großen Anklang findet.

Wir freuen uns über den wunderschönen Beitrag von Gudrun Kargl und weisen gerne darauf hin, dass er als Kunstdruck in limitierter Auflage erworben werden kann (gudrunkargl.at).

Sobald es Neues zu berichten gibt, werden wir berichten.

Hier ein aktuelles Foto vom Mühlbach, oder genauer gesagt, von seinem Bachbett. Es ist zu traurig, um wahr zu sein.

Gedanken zum Weltwassertag 22. März 2021

Ergänzung vom 26. März 2021

Inzwischen haben bereits 11 Künstler fix zugesagt und vier Beiträge davon wurden bereits an den Wulfenia Art Club übermittelt.

http://hermagorkunstnatur.wordpress.com

Ab heute gibt es auch ein neues Portal für den Mühlbach. Dort können alle Aktivitäten rund um den Mühlbach auf einen Blick erfasst werden .

http://unsermuehlbach.at

Nach der Wahl ist vor der Wahl… Neue Aktionen, neue Möglichkeiten

Die Gemeinderatswahl in Hermagor ist nun endgültig abgehakt. Bei der Stichwahl am 14. März 2021 machte DI Leopold Astner knapp vor dem bisher amtierenden Bürgermeister das Rennen.

Was diese Veränderung für die Bürgerinitiative bedeutet, wird sich zeigen. Sie selbst befindet sich ja auch gerade in einem Entwicklungsprozess und schmiedet neue Pläne.

Durch die vielen Neuigkeiten in letzter Zeit ging eine wichtige Information beinahe unter. Es handelt sich im die aktuelle Kernaussage, mit der sich die Bürgerinitiative „Rettet den Mühlbach“ befasst (nachzulesen im folgenden Artikel, siehe Link):

https://rettetdenmuehlbach.wordpress.com/2021/02/22/der-skandal-nun-in-einem-ideenwettbewerb/

In diesem Zusammenhang sei erneut der Sprecher der Bürgerinitiative Rettet den Mühlbach, Dir.i.R. Rudolf Lasser (hier zu sehen), lobend erwähnt, der lange, mühevolle Recherchen unternahm, um den Machenschaften rund um den Mühlbach auf den Grund zu gehen. Was dabei zutage kam, ist leider ein Grund, auf die Barrikaden zu steigen: Bereits im Jahr 2013 fanden sich Entscheidungsträger damit ab, dass der Mühlbach verschwindet.

Das bedeutet, man hat die Bürgerinitiative von Anfang an belogen. Nie handelte es sich um einzelne Fehler oder ein bedauerliches Versagen oder um eine unglückliche Verkettung, wie uns immer dargestellt wurde, sondern man nahm das Verschwinden des Mühlbachs in Kauf, ja plante es insgeheim ein.

Das ist natürlich eine ganz andere Sicht der Dinge, und der Vertrauensschaden ist enorm. Nun ist im Rückblick klar, warum das Interesse an einer Lösung für den Mühlbach zugunsten der Bürger nur vorgetäuscht war, verschiedene Lösungen erwogen und wieder verworfen wurden, warum unsere Anfragen und Anregungen in der Gemeinde keinen Nachhall hatten, warum zu keinem Zeitpunkt ein echter Dialog stattfand, wie man ihn eigentlich erwarten würde, und weshalb von einem Engagement unserer politischen Veranwortlichen außer einigen schönen Worten nichts zu spüren war.

Mit dieser bitteren Wahrheit steht natürlich alles auf einer anderen Grundlage. Im Klartext ist nun nicht von Behördenversagen, sondern von Absicht und Täuschung die Rede und damit liegt der Verdacht von Amtsmissbrauch, vielleicht sogar mehrfach, nahe. Und es könnten noch weitere Delikte ans Tageslicht kommen.

Auch die seinerzeitigen Gutachten und Stellungnahmen, die sich gegen einen ökologischen Wert, einen Nutzen (Gebrauchs- und Löschwasser) und eine soziokulturelle Bedeutung des Mühlbachs aussprachen (alles zusammen Unfug und in wenigen Sätzen widerlegbar), dienten im Licht der Wahrheit gesehen als Grundlage für etwas, was im Juristenjargon als arglistige Täuschung bezeichnet wird.

Es gab da offenbar einige Menschen an den Hebeln der Macht, die sich nahe standen und daher eine Vereinbarung in ihrem Interesse, aber nicht im Interesse der Bürger trafen. Wie man dies nennt und welche Konsequenzen diese Entdeckung haben kann, sollte Sache von rechtlichen Untersuchungen sein.

Wohlgemerkt, es liegen uns nun Fakten vor!

Das Zutagetreten der Hintergründe und wahren Absichten verdanken wir den hartnäckigen Recherchen und Interventionen einiger Menschen der Bürgerinitiative, insbesondere des bereits erwähnten Dir. Rudolf Lasser, der eine Chronologie der Ereignisse erarbeitete und diese belegen kann.

Wie sich bei den Recherchen herausstellte, so können wir nun folgern, wurde der Landeshauptmann über den zugrundlegenden Sachverhalt entweder arglistig getäuscht oder er war schlimmstenfalls sogar Mitwisser bei diesem Deal. Ob so oder so, sind diese Vorfälle zu überprüfen und müssten die Ungültig- bzw Unwirksamerklärung jener Rechtsakte zur Konsequenz haben, welche zur Eigentumsübertragung der Mühlbachparzelle führten.

Das sind sehr allgemeine Einschätzungen. Für ein klareres Bild müssten wir Akteneinsicht nehmen, aber eine Bürgerinitiative hat keine Parteienstellung.

Nach unserem derzeitigen Wissenstand fließt der Mühlbach nicht,

  1. weil Fragwürdiges unter Beamten vorgefallen ist, von fragwürdigen Gutachten und mysteriösen Ängsten flankiert,
  2. die Öffentlichkeit übergangen und öffentliches Interesse verleugnet wurde
  3. ein Mann, der ein Grundstück aus Staatsbesitz bekam, das ihm nie hätte übereignet werden brauchen, aus Wut über eine verlorene Chance den ganzen Ort quält. (Ein Mann, dem es auch völlig egal ist, dass im Vorjahr jede Menge Lebewesen im austrocknenden Bachbett verendeten. Es ist uns unverständlich, weshalb man einen solchen Frevel an der Natur ungestraft zulässt!)
  4. weil hier Kriterien wie Naherholung, ökologischer Wert, gesundheitlicher Wert, touristisches Interesse, Tradition, historischer Wert, pädagogischer Wert, optische Attraktion, praktischer Nutzen für Gebrauchswasser und Löschwasserentnahme und als Fischgewässer komplett missachtet wurden (wo sind die Tourismusfachleute, die Ökologen, die Umweltbeauftragten, wurden sie zu jemals zu einer Stellungnahme aufgefordert?)

Mit und ohne Strafanzeigen, der „Kuhhandel“, der zur Mühlbach-Misere geführt hat, beruht durch und durch auf unrichtigen Tatsachen, mangelhaften Vereinbarungen und unverantwortlichen Fehlentscheidungen, und das kann nicht hingenommen werden.

Themenwechsel.

Wie soll es nun weitergehen? Die verstärkte Gesprächsbereitschaft einiger unserer Politiker vor den Wahlen, aber auch die interne Dynamik zeigen, dass weit mehr Potenzial vorhanden ist als es zuweilen den Anschein hatte. Wir sollten unsere Kräfte nur besser bündeln. Es gilt auch mehr Menschen ansprechen als bisher, Bisher konnte aus verschiedenen Gründen nicht so recht geschehen. Die Zeit arbeitet jetzt aber endlich für uns!

Gespräche, Begehungen, Round Table

Die Bürgerinitiative wird in nächster Zeit allen angebotenen Gesprächsmöglichkeiten nachkommen.

Wir haben signalisiert, dass wir für Einzelgespräche, gemeinsame Begehungen, gemeinsame Konzept- und Projektgestaltung, Teilnahme an runden Tischen, kurzum nach allen Richtungen offen sind.

Wir regen die Schaffung einer unabhängigen (also überparteilich, überkonfessionell, ideologiefrei) Plattform „Pro Mühlbach“ an.

Darüberhinaus halten wir eine allgemeine Plattform für eine vermehrte Bürgerbeteiligung und Beteiligung der einzelnen Interessengruppen für sinnvoll, die die Bezeichnung „Gemeinsam Hermagor gestalten“ (oder so ähnlich) tragen sollte. In Eigenverantwortung sollte jeder von uns einen Beitrag für unsere schöne Heimat leisten. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass nicht nur der von den Hermagorern geliebte Mühlbach gefährdet ist, sondern auch andere Bereiche im Ort beobachtet werden müssen und dass wir alle dazu aufgerufen sind, unsere entsprechenden Ideen und Vorstellungen darzulegen und zu besprechen. Eine solche Plattform wird voraussichtlich nicht auf das Thema Ortsbildgestaltung beschränkt bleiben.

Diese Gedanken stehen alle im Raum und es braucht natürlich für alles Menschen. Menschen, die den entsprechenden Überblick haben und in der Lage sind, solche Gruppen professionell zu betreuen. Die Zukunft wird zeigen, was sich manifestieren wird.

Kunst für den Mühlbach

Immer wieder gab es bis in die jüngste Vergangenheit einzelne künsterische Aktivitäten in Verbindung mit den Gewässern und anderen Naturschönheiten in und um Hermagor. Es engagieren sich Maler, Bildhauer, Autoren, Fotografen, Video- und Aktionskünstler (Inge Lasser, Gudrun Kargl, Johannes Angerbauer, Sieglinde Jank, Herbert Unterberger, Aude Wassertheurer, Helene Pilz, Gia Simetzberger und weitere) für unseren Mühlbach, alle von ihnen motiviert durch tiefe Verbundenheit mit der Natur und Wertschätzung der regionalen Lebenskultur.

Eine gemeinsame Aktion kann die Aufmerksamkeit auf das Mühlbach-Geschehen jedoch weit mehr erreichen als viele Einzellaktionen. Genau das überlegte sich der Wulfenia Art Club und ist daher dabei, eine Kunstaktion „Pro Mühlbach“ zu organisieren.

https://wulfeniaartclub.wordpress.com/2021/02/22/aufruf-zu-einer-kunstaktion-pro-muhlbach/

https://www.meinbezirk.at/gailtal/c-regionauten-community/wulfenia-art-club-ruft-zu-einer-kunstaktion-pro-muehlbach-auf_a4533386 (mit Abbildungen vom Mühlbach)

Der Aufruf ist an die heimischen, aber auch an sympathisierende Kunstschaffende in aller Welt, gerichtet, sie möchten einen künstlerischen Beitrag für die Erhaltung des Mühlbachs in Hermagor leisten.

Es gibt bereits Zusagen, und es wurde bereits ein sichtbares Zeichen gesetzt. Und zwar von einer internationalen Künstlerin, die im Nachbarbezirk Spittal wohnt und sich dem Bezirk Hermagor sehr verbunden fühlt.

Der Friedenssamen für Hermagor

ist Teil einer internationalen PEACE SEED (Friedenssamen) Serie, die bereits mehrmals im Ausland ausgestellt wurde und großen Anklang findet.

Wir freuen uns über den wunderschönen Beitrag von Gudrun Kargl und weisen gerne darauf hin, dass er als Kunstdruck in limitierter Auflage erworben werden kann (gudrunkargl.at).

Weitere Konzepte bestehen und entstehen

Rund um die Erhaltung und Gestaltung des Mühlbachs und die Bedeutung der gewösser für Hermagor generell gibt es bereits Konzepte und es entstehen gerade weitere. Gemeint ist damit nicht die Hochwasserverbauung an der Gössering, die bereits abgesegnet ist. Sehr wohl spielt aber auch die Gestaltung des Schützenparks eine große Rolle für die Hermagorer Bürger. Daher wird in diesen Projekten immer wieder Augenmerk auf den Schützenpark gelegt werden, der von den Gewässern Gössering und Mühlbach eingesäumt ist. Aus Sorge, dass dieser einzige Park Hermagors zur seelenlosen Betonwüste verkommen kann bzw. das karge Seelenleben eines nüchternen Architekten wiederspiegeln wird.

Diese verschiedenen Projektideen und Entwürfe werden also Gegenstand vieler Gespräche sein.

Dabei wird freilich nicht außer Acht gelassen, dass zunächst die harten Fakten auf den Tisch kommen müssen und möglichst rasch eine Lösung des Grundproblems erfolgen muss, ehe man andere Porjekte verwirklichen kann.

Die Gestaltungspläne dienen also in dieser Phase nur einmal dazu, die Bedeutung des Mühlbachs für die Einwohner und Gäste Hermagors noch deutlicher als bisher zum Ausdruck zu bringen. Dabei wollen wir die Informationsmöglichkeiten mithilfe die regionalen Medien nutzen und generell stärker als bisher an die Öffentlichkeit herantreten.

Allen Bürgern des Bezirks soll veranschaulicht werden, welche Verarmung es für Hermagor bedeuten würde, wenn der Mühlbach nicht mehr ist.

Neue Chancen entstehen lassen statt Familiensilber verschenken

In Hermagor macht sich viel Pessimismus breit, dass alles über die Köpfe der Bürger hinweg geschieht und dass eh immer mehr von den schönen Naturgebieten in und um Hermagor verschwindet. Mag ja in der Vergangenheit der Fall gewesen sein, aber hat man auch schon überlegt, dass es auch genau umgekehrt geht?

Hermagor braucht nicht ein kleiner Ort an einer großen Holzindustrie oder bald auch an zwei solchen Anlagen zu sein oder ein Versorgungsstützpunkt am Fuße eines großen Schigebietes. Es hat auch andere Möglichkeiten zu bieten, die allen zugute kommen. Von einer davon soll hier kurz die Rede sein.

Man kann die Mühlbachrettung nämlich aus einer erweiterten Perspektive betrachten.

Wenn der Mühlbach wieder fließt, bleibt Hermagor nicht nur eine wertvolle Attraktion erhalten. Die Rückabwicklung der unseligen Taten, das nachhaltige Engagement der Bürger, die Wiederbelebung, Renovierung und Aufwertung des Hermagorer Mühlbachs durch kulturelle Projekte kann ihn zum stolzen Herzeigeprojekt machen. Mehr noch, der Mühlbach-Projekt kann wegweisend für Hermagor als künftige Wasser-Kongress-Stadt sein.

Künftige Stadt des Wassers

Für Hermagor tun sich spannende Möglichkeiten auf, wenn das Thema „Wasser/Gewässer in Hermagor“ zu einem permanenten Rahmenthema für die Stadt und Umgebung wird.

Ein klassisches Beispiel dafür, dass man eine Krise (Mühlbach-Skandal) in eine Chance (Wasser-Kongress-Stadt) umwandeln kann.

Es ist an der Zeit, dass Hermagor erwacht und seine Zukunftschancen nutzt.

Hernagor liegt in einem „Wasserreich“ – mit beeindruckenden Seen, Bergseen, Naturteichen, Bächen, Flüssen, Quellgebieten, Wasserfällen… Wir sollten uns an unseren Potentialen orientieren. Doch zunächst ist dazu ein entsprechendes Bewusstsein der Einwohner erforderlich. Womit man aufgewachsen ist, das ist bisweilen selbstverständlich. Den Wert und die Besonderheit erkennt man oft erst dann, wenn sich durch Reisen der Horizont erweitert oder wenn man die Gefahr ist, dass wir etwas von diesen Werten verlieren.

Kontakt

Bei Interesse an Beteiligung an der Bürgerinitiative, an einer Plattform für den Mühlbach, an der Kunstaktion Pro Mühlbach, an der Teilnahme an einem Round Table, an der Planung und Umsetzung der verschiedenartigen Konzepte bitte an die Administratorin dieser Seite (als koordinierender Teil des entstehenden Netzwerks) wenden, siehe Kontakt! https://rettetdenmuehlbach.wordpress.com/kontakt/

Bzw. unsere Gruppe auf Facebook: Unser Bruder Mühlbach https://www.facebook.com/groups/801133626729300

Möglichkeiten zum Austauschen und Netzwerken

Auf WhatsApp gibt es eine Gruppe „HermagorMitanandaGestaltn“

https://chat.whatsapp.com/J3k98Gpq0cMHGFg9oXrHDQ

Auf Telegram gibt es eine neue unabhängige Hermagor-Gruppe zum Vernetzen und Mitgestalten.

Telegram https://t.me/hermagor

Vor der Wahl wurde mit einem Future Talk Hermagor begonnen (Initiator GR Mag. Karl Tillian) und es ist zu hoffen, dass sich diese Zoom-Gespräche mit reger Zuseherbeteiligung (Chat) fortsetzen.

Der Ideenwettbewerb von GR Karl Tillian „SDS – Schlag den Schulze“ ist auch immer noch aktuell. https://padlet.com/listekarltillian/sds

Made with Padlet
Der Mühlbach (am Schützenpark) im Februar 2021

Wir sitzen alle in einem Boot! Nun scheint der Bann gebrochen!

Unser vorherige Beitrag https://rettetdenmuehlbach.wordpress.com/2021/02/22/der-skandal-nun-in-einem-ideenwettbewerb/ wurde rege kommentiert und es wurden so viele Problemstellungen und Fragen aufgeworfen, dass meine (= die Betreuerin dieser Webseite) Antwortkommentare sehr ausführlich ausgefallen sind.

Momentan beschleunigen sich die Ereignisse, was wohl auch mit der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am 28. Februar 2021 zu tun hat, aber nicht nur.

Es ist uns wichtig, auf einen jüngsten Artikel im Gailtal Journal hinzuweisen. Und auf eine wesensverwandte Bürgerinitiative in der Steiermark, mit der wir uns nun gerade vernetzt haben. Beides sei hier kurz erwähnt.

Allein schon die Schlagzeile „Christina Ball unterstützt die Bürgerinitiative Rettet den Mühlbach in Hermagor“ ließ aufhorchen und der gesamte Artikel ist höchst positiv. https://gailtal-journal.at/politik/christina-ball-unterstuetzt-die-buergerinitiative-retten-den-muehlbach-in-hermagor/

Christina Ball nahm anfänglich an einigen Treffen der Bürgerinitiative teil. Der Zwiespalt, seinerseits selbst als Anrainerin schon seit vielen Jahren mit dem Mühlbach verbunden zu sein und zugleich als Kommunalpolitikerin aktiv zu sein, erweckte damals einen Konflikt. Nachträglich betrachtet, wurde dieser Umstand nicht in konstruktiver Weise auskommuniziert.

Nun aber können wir die Zusammenarbeit auf eine neue Basis stellen.

Es sind (nach wie vor) sämtliche Parteien eingeladen, aber wenn es um den Mühlbach geht, sollten wir uns alle einfach als Einwohner zusammentun bzw. als Unterstützer, die gemeinsam eine Sache bewegt. Die also daran interessiert sind, dass der Mühlbach endlich wieder fließt, wie er es Jahrhunderte getan hat.

Mehrere kommunale Politiker (im vorigen Beitrag berichteten wir vom Engagement von Mag. Karl Tillian für den Mühlbach) haben sich nun nicht nur in Meetings für die Erhaltung des Mühlbachs ausgesprochen, sondern auch klar und deutlich mit ihrem Bekenntnis für den Mühlbach an die Öffentlichkeit gewendet. Sie erklären sich ausdrücklich bereit, die Bürgerinitiative Rettet den Mühlbach zu unterstützen.

Es dürfte jetzt allgemein angekommen sein, dass es um unsere gemeinsame Zukunft geht und wir alle in einem Boot sitzen. Unabhängig vom Ausgang der Wahl, parteiunabhängig, ideologiefrei, überkonfessionell, fachübergreifend soll an der Lösung gearbeitet werden.

Dieses heranreifende Bewusstsein ist auch am Feedback zu unseren Beiträgen in den Social Media abzulesen. Die Menschen wachen auf und möchten Sinnvolles tun, sowohl individuell als auch fürs Gemeinwohl. Das klingt ganz nach einer Gesundung unserer Gesellschaft!

Für die Bürgerinitiative Rettet den Mühlbach werden diese neuen Perspektiven in Form von gemeinsamen Besprechungen von Bürgern und Gemeindevertretern konkret. In diesem Zusammenhang wird auch ein Round Table angepeilt, zu dem weitere Interessenten bzw. Interessengruppen geladen werden sollen.

Und wir werden unser Öffentlichkeitsarbeit verstärken. So viel fürs Erste dazu.

Der Aufruf des Wulfenia Art Club zu einer Kunstaktion PRO Mühlbach brachte schon einige positive Reaktionen. Bitte diesen Aufruf an Kunst- und Kulturschaffende weitergeben, die ein Herz für den Hermagorer Mühlbach haben. Ein erstes Konzept in PDF für diejenigen, die mitmachen wollen, ist dem Aufruf auch schon beigefügt.

https://wulfeniaartclub.wordpress.com/2021/02/22/aufruf-zu-einer-kunstaktion-pro-muhlbach/

Auch die steirische Bürgerinitiative „Koralmschutz jetzt!“ arbeitet mit Kunst – und Kulturschaffenden zusammen. Wir wurden dank einem Hinweis auf sie aufmerksam.

http://www.koralmschutz-jetzt.at/buergerinitiative-nein-zum-industriepark-koralm%e2%80%a8/

http://www.koralmschutz-jetzt.at/fotoausstellung-ueber-sulm-geht-auf-wanderschaft/

https://www.facebook.com/BI.Koralm

Nach schweren Zeiten für den Mühlbach und für die Aktiven der Bürgerinitiative schöpfen wir erstmals ganz viel Hoffnung. Wir sind fest davon überzeugt, dass es nun zu einer Wende kommt und die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See bald einen wiederbelebten Mühlbach präsentieren kann.

Erneut bitten wir darum, ein Zeichen für das wieder erstarkende Zusammengehörigkeitsgefühl zu setzen und sich rege am Ideenwettbewerb von Mag. Karl Tillian zu beteiligen. https://padlet.com/listekarltillian/sds

In den Kommentaren zu unserem letzten Artikel Der Mühlbachskandal nun in einem Ideenwettbewerb wurden Klagen laut, dass nichts geschieht und dass es keine Stellen gibt, an die man sich wenden kann. Es geschieht sehr wohl etwas, und es gibt Stellen, an die man sich wenden kann! Aktiv werden ist das Zauberwort! Dazu sollte auch gehören, von vorhandenen Foren und Basisinitiativen Gebrauch zu machen oder sollten diese nicht ausreichen, eigene Initiativen zu starten.

Wenn sich in nächster Zeit auch noch eine unabhängige Initiative formieren sollte, die das Hermagorer Stadtmanagement generell (also nicht nur das Thema Mühlbach allein) unterstützt und Projekte zum Wohl aller schmiedet, so stellt dies die Morgenröte einer neuen Ära dar, denn mehr Miteinander ist die Zukunft.

Den Themen Miteinander, Basisinitiativen und Projekteschmieden widmen wir uns gerne in unserem nächsten Artikel.

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