Wasser im Mühlbach!

„Ja, wieso sollte in einem Bach kein Wasser sein?“ fragt man sich angesichts dieser Überschrift…

Ganz einfach erklärt, es floss nun längere Zeit kein Wasser. Nun aber ist immerhin ein Bächlein vorhanden, wenn auch noch nicht wieder ein „g’standener Bach“!

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Ein Spaziergang den Stocksteinerwandweg entlang Anfang April 2019 als „Lokalaugenschein“ beweist: Es ist wieder Wasser im Bachbett! Es fließt ein Bächlein! Nicht gerade Grund zum Jubeln, aber schon mal besser als ein totes Bachbett!

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Und im „Graben“ (Gösseringgraben), wo der Hermagorer Mühlbach unterhalb des Wehrs am Wasserfall seinen Lauf nimmt, bietet sich ein ähnliches Bild (siehe oben). (Anm.: Die Eintrübung des meist kristalklaren Baches ist wohl auf die Schneeschmelze zurückzuführen.)

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Der Grund für diese positive Veränderung:

Die Stadtgemeinde Hermagor führte im Bereich des Wasserfalls Räumungsarbeiten (Baggerarbeiten) durch, die durch die verheerenden Unwetter vergangenen Herbst notwendig wurden. So musste ein riesiger Wurzelstock, der auf dem Wasserfall aufsass, entfernt werden, aber auch den überschüssigen Sand-, Schlamm- und Schottermassen und Verklausungen rückte man zu Leibe.

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Das bisschen Ordnung machen reichte schon einmal, dass ein wenig Wasser ins Bachbett des Mühlbachs gelangt.

Die vertraglich gewährleistete Mindestmenge von 100 Liter pro Sekunde scheint es wahrlich nicht zu sein – aber schon einmal besser als nichts eben!

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Diese Aufnahme, von oberhalb des Wehrs in Richtung Mühlbach fotografiert, zeigt, dass sich bereits die nächste Verklausung anbahnt, wodurch sich der Wasserzufluss schon wieder zu reduzieren beginnt.

Es ist, wie es ist:

Wo der Mensch eingreift, beispielsweise indem er Wasser aufstaut, ergeben sich konstant wahrzunehmende Kontroll- und Pflegemaßnahmen, wie sich an diesem Beispiel deutlich zeigt. Wenn sich Verklausungen bilden, so sind diese wieder zu entfernen, so ist es nun einmal…

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Noch etwas Positives, das wohl nur genauen Beobachtern auffällt, konnte längs des Stocjksteinerwandweges festgestellt werden. Auch dort, wie schon filmisch und fotografisch dokumentiert, befindet sich ein kleines Wehr, das im Vorjahr einen etwas ungepflegten Eindruck machte.

Nun ist das Gitter, das überfließendes Wasser zur Gösering zurückleitet, neu errichtet und ausgeputzt worden.

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Abfälle in diesem Bereich werden sich auch noch bei einer Flursäuberungsaktion nach dem Winter von der Gemeinde entfernt werden. Ich hätte gerne mitgeholfen, doch befindet sich der Plastikmüll an recht schwer zugänglichen Stellen.

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Auch hier zeigt eine Nahaufnahme, das es einer regelmäßigen Nachschau und Entfernung von Verklausungen bedarf.

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Dieses Gärtlein im Vorfrühlingsschlaf liegt am Mühlbach. Seit Menschengedenken wurde zum Gießen Wasser vom Mühlbach entnommen. Das Wasser des Mühlbachs umspülte, wie mir noch gut erinnerlich ist, die unterste der drei Stufen und man hatte Mühe, die Gießkanne festzuhalten, so stark war die Strömung des Baches. Entsprechend ist ja ja auch ein mächtiges Bachbett vorhanden, das so ganz und gar nicht mit dem Rinnsal übereinstimmt, das derzeit vorhanden ist. Mit ein wenig Bemühen aller Beteiligten ist gewiss eine Besserung der jetzigen Situaiton zu erzielen!

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Hier also noch einmal ein Bild vom jetzigen Zustand „besser als nichts“…!

Wenn man in Hermagors Umgebung einem Klang eines richtigen Bächleins lauschen will, kann man sich zur Zeit im nahen Radnig in der Nähe vom Naturschwimmbad ein wenig trösten. Das Bächlein dort war stets kleiner als der Mühlbach, doch jetzt zeigt es vergleichsweise mehr Leben. Ich fahre, wenn ich in Hermagor bin, nach Radnig, um das Rauschen des Bächleins zu hören.

Palmsonntag ist’s, und daher möchte ich mich lieber mit einem entsprechenden Gruß aus der Natur verabschieden…

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