Der versiegte Mühlbach… Die Öffentlichkeit wird nun intensiver informiert!

Nach meiner Rückkehr ins Burgenland von einem Blitzbesuch in Hermagor vor wenigen Tagen (1. -3. Dezember, mehr erlauben mir meine Verpflichtungen zur Zeit leider nicht) raffte ich mich zu einer nächsten Fragerunde auf. Das Wasser im Mühlbach ist versiegt, wie ich schon im vorigen Artikel und auf Facebook berichtete.

Ich machte am ersten Adventsonntag gleich nach meiner Ankunft Fotos. Was für ein banges Gefühl, diese Stille, nur aus der Ferne das leise Rauschen und Tosen der Gössering. Ein leeres Bachbett ist unendlich traurig. Ich beging das Areal bis zum Wasserwehr, wo der Mühlbach seinen Ausgang nimmt. Das letzte Mal war ich genau einen Monat zuvor in Hermagor, nämlich zu Allerheiligen.

Inzwischen, genauer gesagt Mitte November, gab es in unserer Region (Bezirk Hermagor) starke Schneefälle, nachfolgend Regenfälle (auch in anderen Teilen Östereichs herrschten katastrophale Zustände). Keller wurden in meiner Nachbarschaft überflutet und auch mein Heimathaus befindet sich in einer Gefahrenzone. Es wurde mir erzählt, dass die Feuerwehr am Schützenpark im Einsatz war und es Absperrungen gab.

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Am Guggenberg kam es zu einer Hangrutschung. Weitere Vermurungen beschäftigten die Einsatzkräfte. Es ist ungewöhnlich, dass im November zu einer Überschwemmungskatastrophe kommt, aber wenn man die Hermagor Chronik liest, ist alles schon einmal da gewesen.

Nun, ich bekam freundliche telefonische Auskünfte. Sie waren auch sachlich und hatten Hand und Fuß. Was mich aber störte, war, dass zwar im Gösseringgraben Nachschau gehalten wurde, um zu beraten, was zu tun sei. Aber erstens, bitte, warum erst nach Wochen und zweitens, warum wird nichts darüber gesagt, wann und wie?

Nun bin ich ein Mensch, der darauf Wert legt, gut informiert zu werden. In meinem Umkreis kenne ich viel von dieser Sorte. In meiner Public-Relations-Ausbildung lernte ich so ziemlich als Erstes, dass Informationsmangel Unsicherheit und Misstrauen auslöst, mit Folgen, die bis zu Aggressionshandlungen gehen können. „Alles verstehen heißt alles verzeihen“, sagt ein alter Spruch.

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Dieses Drumherumgerede wirkte auf mich nach und es wurde mir schlagartig klar, dass eine Bürgerinitiative nicht mehr reicht. Um das weitere Geschick des Mühlbachs in die Hand zu nehmen, muss ein Verband gegründet werden, der sich zielgerichtet mit der Erhaltung, Pflege und Nutzung des Mühlbachs beschäftigt.

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich heute im Gedenken an meine Mutter, die sich bis zu ihrem Lebensende für den Mühlbach einsetzte, hingesetzt und einen Regionauten-Artikel für das Bezirksblatt verfasst und dies mit der Einstellung, dass dies nur erst einmal die erste aktive Maßnahme ist, die über das jahrelange hartnäckige Engagement der Bürgerinitiative hinausgeht und sozusagen auf einem anderen, angrenzenden Feld ackern wird.

Hier der Link zum heute veröffentlichten Mein-Bezirk-Artikel:

https://www.meinbezirk.at/hermagor/c-lokales/muehlbach-wassergenossenschaft-in-gruendung_a3806451

Diesen Text werde ich auch an anderer Stelle archivieren, für den Fall, dass der Artikel vom Netz genommen wird.

Ich habe den Artikel mit Twitter und Facebook (mehrere Gruppen bzw. Seiten) verlinkt, damit er einem größeren Publikum und vor allem auch Kontakten in anderen Regionen zugänglich wird. Ich finde, dieser Bach ist Teil lunseres Kulturerbes und die Bewahrung eines Baches geht alle an.

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In Ermangelung aktueller neuer Bilder vom Mühlbach habe ich diesmal zur Auflockerung ein paar Stimmungsbilder aus meiner neuen und zugleich ebenso alten Heimat, dem Südburgenland, beigefügt.

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