Mühlbach Watching – fast schon ein Sport!

Nun, anders als diese reißerischen Zeilen vermuten lassen, ist‘s kein unbeschwertes Freizeitvergnügen, sondern steckt auch viel Zähigkeit und manchmal auch etwas Überwindung dahinter, wenn man wieder und wieder zu den Ämtern läuft und in der knappen Freizeit zu Mühlbach und Gössering eilt, um die Lage zu dokumentieren. So gesehen eher Hochleistungssport… 😉

Manchmal möchte man wegschauen. Rundum die herrlichen Berge in winterlicher Pracht! Aber es ist immer noch schön im Graben – auch wenn manche schon sagen, sie schicken keine Feriengäste hinein, weil es peinlich ausschaut da drinnen.

Stimmt schon. Ist peinlich. Aber vielleicht sollte man gerade deshalb Touristen hinschicken? Es würde unsere Sache unterstützen, denn sie würden mit Fug und Recht fragen, ob diese Gemeinde denn kein Herz für ihre Erholungsgebiete hat.

Was tut sich längs des Mühlbachs und im Graben? Der Stocksteinerwandweg in Wintersperre. Im Mühlbach rinnt gerade so viel Wasser, dass wir hineinschauen und aufseufzen: „Immerhin! Besser als nichts!“

Die Stimmung im Ort ist eindeutig unterstützend. Viele erkundigen sich besorgt, wie’s dem Mühlbach geht. Und überall Kopfschütteln, wie so etwas überhaupt geschehen konnte und sein kann.

Um eine lange Story abzukürzen: Es besteht Hoffnung! Dass öffentliches Interesse am Bach gegeben ist und zumindest der Grundkonsens mit den in Hermagor tätigen Behörden besteht, dass der Mühlbach erhalten bleiben muss, ist zumindest ein Lichtblick.

Trotzdem sollen die Vorarbeiten für die Gründung einer Wassergenossenschaft fortgesetzt werden und sind unser aller Augen auf die Gemeinde gerichtet, die im ihrem Kompetenzbereich Abhilfe versprochen hat.

Es gäbe noch viel mehr dazu zu sagen, doch soll in die Abläufe nicht durch Wortmeldungen und Mutmaßungen dazu eingegriffen werden.

Weiterhin ist jedwede Art der Unterstützung erwünscht, damit wir für „heute und morgen“ unser Ziel erreichen.

Es wird weitere Interventionen und Treffen geben. Es wird Versammlungen zur Information der Öffentlichkeit geben. Es wird ein vorbereitendes Komitee eingerichtet, das die Satzung der Wassergenossenschaft Mühlbach Hermagor ausarbeitet.

Erste Gespräche mit den zuständigen Einrichtungen mit Konkretisierung des Zwecks und der Ziele der Wassergenossenschaft (Erhaltung des Mühlbachs, Installierung eines Wasserwarts,…) führten zu Zustimmung zu diesem Vorhaben. Zeigt sich doch, dass kein Widerspruch zu übergeordneten kommunalen Zielen besteht.

Ganz im Gegenteil kommen wir der Gemeinde zu Hilfe! Der Wert des Mühlbachs ist unbestritten. Bisher ist uns nur eine Person bekannt, die den Mühlbach lieber nicht mehr haben möchte, und das ist der Kraftwerksplaner. Dieser steht, so wie es aussieht, mittlerweile alleine da. Schon lange. Rundum ein Raunen: Wozu? Was nützt ihm das? Das kann sich niemals rechnen!… Ja, das fragt man sich. Ist aber nicht das Thema.

Und dieses lautet: Alles tun, damit der Mühlbach nicht „lei mea a Bachale“ ist, sondern wieder der Mühlbach wird, so wie wir ihn kennen!

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