Neue Hoffnung für den Mühlbach. Zur Lage.

Was ist zu tun?

Es fällt uns allen schwer, nach dem Schock des unerwartet frühen Ablebens unserer beliebten Sprecherin Mag. Christine Kuttnig-Dekan das Engagement für den Mühlbach fortzusetzen. Aber es geht weiter.

Wir arbeiten nach dem Ubuntu-Prinzip

Auch wenn die Organisation locker ist, bleibt es innerhalb der Bürgerinitiative „Rettet den Mühlbach“ bei einer Arbeitsteilung ohne klare Angrenzung, abgesehen davon, dass es einen offiziellen Sprecher (Dir.i.R. Rudolf Lasser) und einige weitere Ansprechpartner gibt. Es macht jeder, was ihn bewegt und was er kann und gerne tut. Und ohne dass sich alle Beteiligten dessen bewusst sind, liegen wir damit im Trend. Es verbreitet sich ein neues Selbstverständnis, was Teambildung und Gruppenarbeit anbelangt.

Wir handeln nach dem Ubuntu-Prinzip, das bisweilen auch als das System des kollektiven Individualismus oder des Kontributionismus bezeichnet wird und welches dem Wesen nach auch mit dem Begriff Schwarmintelligenz verknüpft werden kann. „Ich bin, weil wir sind!“

Wir sind Vielfalt, aber gemeinsam arbeiten wir an einem Ziel: dass der Mühlbach wieder so rinnt wie früher.

Wo sind die Naturschützer, die Biologen, die Künstler, die Fischer…?

Weniger gut ist nach wie vor die geringe Unterstützung seitens jener Menschen, die ihrer Ausbildung, Neigung und Tätigkeit nach für den Mühlbach auf die Barrikaden gehen müssten, aber noch nicht ihren Weg zur Bürgerinitiative gefunden haben.

Die junge Generation fehlt

Was uns auch bis auf Ausnahmen in unserer Bürgerinitiative fehlt, das sind junge Leute. Keine Ahnung, warum sie nicht mitmachen wollen,es ist zu vermutne, dass sie aus vielerlei pründen nicht können. Es ist schwer zu verstehen, warum „Fridays For Future“-Parolen so ziehen, dass aber beim Mühlbach so gar kein Echo zu vernehmen ist.

Es ist doch gar nicht so selten, dass sich die älteren Generationen von den jüngeren Generationen den Vorwurf gefallen lassen müssen, sie seien an der Ausbeutung und Zerstörung unseres Planeten schuld. Es stellt sich die Frage, wo sind denn diese jungen Protestler und Ankläger, wenn es um einen gefährdeten Bach in ihrer eigenen Gemeinde geht? Haben sie in der Schule denn eingetrichtert bekommen, dass man nur global protestieren soll, dass aber lokale Aktionen bedeutungslos sind?

Sind sie von Schule, von den Medien und der Unterhaltungskultur so eingelullt worden, dass sie ihre Eigenständigkeit als Mensch aufgegeben haben? Sind sie deshalb nicht in der Lage, sich ohne einen Antreiber mit einer Sache auseinanderzusetzen? Oder liegt es daran, dass sie ihre Ohren zuklappen, weil sie enttäuscht sind. Enttäuscht, weil man sie nicht nach ihren Interessen und ihren Fähigkeiten fördert, sondern alle über einen Kamm schert. Wäre es nicht an der Zeit, unseren jungen Leuten seriöse Beachtung und aufrichtige Wertschätzung entgegen zu bringen?

Mangelnde Kommunikation – hoffentlich bald Vergangenheit

Das schneebedeckte Bachbett ist symptomatisch für den Versuch des Wegschauens, des Zudeckens einer leidigen Angelegenheit. Dadurch verschwindet sie nicht und das kollektive Versagen, das zum Versiegen des Baches führte, wird dadurch nicht ungeschehen.

Auch täuscht es nicht darüber hinweg, dass seit Jahren nur Vertröstungen erfolgen und seitens der Gemeinde, die allein die Chance, aber auch die Verpflichtung hat, diesen Murks wieder zu beheben, bisher nichts Konkretes geschehen ist und das sich der amtiernede Bürgermeister die Vertreter der Bürgerinitiative am liebsten wie lästige Fliegen verscheuchen möchte. Leider, so geht’s nicht, Herr Bürgermeister!

Nach der (im Sinne des Mühlbaches) ergebnislos endenden Amtsperiode des gegenwärtigen Bürgermeisters keimt angesichts der bevorstehenden Gemeideratswahlen Ende Februar ein wenig Hoffnung auf.

In Gesprächen mit dem Bürgermeisteramtskandidaten GR Mag. Karl Tillian, der eine eigene Liste gegründet hat, bekundet dieser sein Interesse an der originalen Erhaltung und Pflege des Hermagorer Mühlbaches. Es besteht die Chance, dass die Wahl Veränderungen bringt.

Die wichtigste Veränderung ist unserer Auffasssung nach eine verbesserte Kommunikation der Hermagorer Bürgermeisters und der Gemeinderäte mit der Bevölkerung, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit engagierten, verantwirtungsbeuwssten Bürgern führen wird. Unsere Ideen und Vorstellungen dazu haben wir bereits beim Bürgermeisteramtskandidaten deponiert.

Mit Karl Tillian kann man, anders als mit dem bisherigen Bürgermeister, auch unter vier Augen gute Gepräche führen und sich mittels Social Media austauschen. Das bedeutet, selbst wenn er nicht die nötigen Stimmen bei der Wahl gewinnt, haben wir in ihm einen Menschen gefunden, der sich in der Stadtgemeinde Hermagor für bessere Kommuniktion und Zusammenarbeit mit den Bürgern einsetzt und dessen Herz für eine lebenswerte Gemeinschaft, für kulturelle Vielfalt, für ein liebenswertes Ortsbild und damit auch für unseren Mühlbach schlägt.

Karl Tillian, Soziale Bürgerbewegung Hermagor, https://www.karl-tillian.at/

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/oberkaernten/5901787/Gemeinderatswahlen_Karl-Tillian-tritt-wieder-mit-seiner-Liste-an

Online-Forum, man kann auch ohne Namensnennung Beiräge verfasse: https://padlet.com/listekarltillian/sds

Die Bürgerinitiative Rettet den Mühlbach ist und bleibt parteiunabhängig und ideologiefrei

Damit kein unrichtiger Eindruck entsteht, die Bürgerinitiative ist politisch unabhängig und die obigen Zeilen sind nicht im Sinne einer Wahlwerbung zu verstehen, sehr wohl aber als Empfehlung, vom Angebot des Herrn Tillian Gebrauch zu machen, also ihm Anregungen zu schicken und Anliegen zu unterbreiten. Er freut sich aber auch über Projektvorstellungen.

Weiter geht’s

nun auch wieder ein Stückchen intern. Sprecher der Bürgerinitiative Dir. i.R. Rudolf Lasser, Obervellach bei Hermagor, seit Jahren unermüdlich im Einsatz für den Mühlbach, hat die Aktivisten der Bürgerinitiative im Jänner mit einem Schreiben über die gegenwärtige Lage zum Thema Mühlbach informiert. Der Inhalt dieses Rundschreibens ist Gegenstand unserer weiteren Überlegungen und hilft uns bei der Absprache unseres weiteren Vorgehens. Mehr dazu demnächst in einem weiteren Beitrag.