Die Situation im Dezember 2016

Was ist in Hermagor los?

Ende Dezember 2016 begannen die Anrainer und Anrainerinnen des legendären Hermagorer Mühlbachs eine Unterschriftensammlung. Ziel ist es, sich gemeinsam Gehör bei der Gemeindevertretung und -verwaltung zu verschaffen und der Sorge über das Geschick des Mühlbachs Ausdruck zu verleihen.

Dem geschichtsträchtigen Mühlbach droht aus unverständlichen Gründen das Aus. 

Nun wird gekämpft, um den Säumnissen der Verwaltung entgegenzuwirken.

In Hermagor hat keiner etwas gewusst, auch nicht der Bürgermeister. Sagt er. Die Zerstörung eines kleinen, ganz besonderen Naturparadieses. Ein Aufschrei müsste durch das ganze Tal gehen!

Zur Veranschaulichung der Lage (Fotos, Filmsequenzen)

  1. Fotos November 2017 https://goo.gl/photos/g4jEnxrk4pSpxidt5Fotos
  2. Videodokumentation  7 Min. Video „Tragic Mühlbach“ https://giaart.wordpress.com/galerie/videos/tragic-muehlbach/

Aktion „Rettet den Mühlbach!“ 2017

(erschienen im GAILTALNETZ, hier eine Abschrift)

Rettet den Hermagorer Mühlbach! https://gailtalnetz.wordpress.com/aktuelles/rettet-den-hermagorer-muehlbach/ (umfassendes Infomaterial zum Thema)

Stand der Dinge im Dezember 2016

Zunächst geht es einfach einmal um Klärung, was vor sich geht. Es obliegt der Gemeindeverwaltung, den Zulauf des Mühlbachs beim zweiteiligen Wasserwehr zu regulieren, bei dem der Bach von der Gössering abgezweigt wird (im Gösseringgraben hinter dem Kinderspielplatz am Wasserfall befindlich).

Seit ein Betreiber, Herr Domainko, den Betrieb seines kleinen privaten E-Werks eingestellt hat, stellten die AnwohnerInnen fest, dass der Bach immer weniger Wasser führte.

Der Mühlbach ist wegen seines kräftigen Laufs und seines klaren Wassers nicht nur eine optische Attraktion, sondern hat in den vergangenen Jahrzehnten viele nützliche Funktionen erfüllt. Seit einiger Zeit fließt überhaupt kein Wasser mehr. Ein bedrückender Zustand.

Man ist in Hermagor ratlos, ob diese Maßnahme etwas mit dem Kraftwerkbau im Gösseringgraben zu tun hat. Auch in diesem Zusammenhang wäre kein Sinn erkennbar, denn der Mühlbach wird ja erst NACH dem Areal abgezweigt, in dem gebaut wird. Oder es handelt sich um eine Achtlosigkeit oder Säumigkeit eines Gemeindebediensteten. Diese müsste inzwischen den Verantwortlichen längst aufgefallen sein. Jedenfalls sind dies alles reine Mutmaßungen. Der einzige gangbare Weg ist zunächst das Gespräch.

Dem GAILTALNETZ ist nicht klar, warum es so schwierig sein kann, Auskünfte zu bekommen, denn jede Gemeindeverwaltung sollte im Dienst der Bürger und Bürgerinnen problemlos solche Auskünfte erteilen und sich um das Wohl der BürgerInnen und ihre Anliegen kümmern. Uns steht aber eine Einmischung nicht zu!

Alles, was wir im Moment tun können, ist es, die Sorge der BürgerInnen zu teilen und den Wunsch zu transportieren, dass der traurige gegenwärtige Zustand möglichst rasch behoben wird. Und zwar im Sinne, dass der Mühlbach wieder fröhlich und kräftig in seinem Bett dahinfließt, wie er dies seit Menschengedenken getan hat. Laut den Überlieferungen der Anrainer ist der Mühlbach schon mindestens 200 Jahre in seiner Funktion, vermutlich sogar über 400 Jahre.

Wir freuen uns über Interesse von außen und über kräftige Unterstützung der Aktion. Wir danken für wiederkehrende sachliche Berichterstattung durch die regionalen Medien und durch Informationsweitergabe in sozialen Netzwerken.

Wir wissen um den Wert reiner, gesunder heimischer Gewässer. Daher gehen wir davon aus, dass sich Menschen, denen an der Erhaltung eines natürlichen Umfelds gelegen ist, diese Aktion mit Worten und Taten unterstützen, jede/r in seinem/ihrem Bereich.

Lygia Simetzberger, Redaktion Gailtalnetz

Umbenennung des Hermagorer Mühlbachs??

Um Missverständnisse zu vermeiden, sei darauf hingewiesen, dass der Bach nun seitens der Gemeinde ohne Rücksprache mit der Bevölkerung in „Stocksteinerwandbach“ umbenannt worden sein soll.

Da der Hermagorer Mühlbach mit der Stocksteinerwand nichts zu tun hat, außer dass er hinter diesem Ortsbereich in der Altstadt vorbeifliesst, ist dieser Bezeichnung wohl weiterhin irrelevant.

Aus alten Überlieferungen wissen wir, dass die einstigen BewohnerInnen der Stocksteinerwand mit dem Bach seinerzeit nichts Besseres zu tun wussten, als ihre Abfälle und den Inhalt ihrer Nachttöpfe in den Bach zu kippen.

Ausgerechnet nach dem Gebiet, in dem er geschändet wurde, soll nun der Bach umbenannt sein?

ls

War es eine Lüge zur Beschwichtigung?

Artikel vom August 2014 im „Gailtaler Journal“

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