Wasserentnahme rechtlich

Entgegen irritierender Behauptungen, die wir zuweilen vernommen haben, gibt es ein Recht der Bürger auf Wasserentnahme aus Bächen, wenn auch eingeschränkt.

Auf einer niederösterreichischen Informationsseite wurden wir dazu fündig:

https://www.naturland-noe.at/knigge-darf-ich-bachwasser-zum-giessen-meines-verwenden

Diese beruft sich auf das Gesetz aus 1959:

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10010290

Wir zitieren und danken Naturland Niederösterreich für die klare Information:

„Im österreichischen Wasserrechtsgesetz gibt es den Begriff des Gemeingebrauchs, womit der gewöhnliche Gebrauch von öffentlichen Gewässern unter bestimmten Voraussetzungen ausdrücklich erlaubt ist. Es dürfen dafür allerdings keine besonderen Vorrichtungen wie Pumpen, Entnahmevorrichtungen oder sonstige Geräte oder Bauwerke verwendet werden. Außerdem darf es zu keiner Gefährdung des Wasserlaufes und der Beschaffenheit des Wassers kommen. Es ist auch darauf zu achten, dass kein anderes Recht verletzt oder öffentliches Interesse beeinträchtigt wird.

Zum Gemeingebrauch an Gewässern zählen unter anderem das Baden und Eislaufen, das Gewinnen von Pflanzen, Schlamm, Erde, Sand, Schotter und Steinen sowie das Tränken und Schöpfen von Wasser mit Handgefäßen. Dafür ist keine Bewilligung im Sinne des Wasserrechts erforderlich.

Gleiches gilt übrigens auch für private Gewässer. Die Besitzerin oder der Besitzer darf das Gewässer im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen benutzen. Der Gebrauch des Wassers privater Flüsse, Bäche und Seen zum Tränken und Schöpfen mit Handgefäßen ist allen unentgeltlich gestattet, sofern es dadurch zu keinem Eingriff in private Rechte kommt. Es empfiehlt sich aber bei der Entnahme von Wasser aus privaten Gewässern, vorab das Einverständnis der Gründeigentümerin/des Grundeigentümers einzuholen.“


Wasserrecht, Kompetenz Bezirk Hermagor:

https://www.ktn.gv.at/Verwaltung/Bezirke/BH-Hermagor/Organisation?oid=2000265