Reaktionen auf Artikel, Vernetzung

23. März 2021

Name: FRANZ Wilfried

E-Mail-Adresse: wfranz at on.at

Website:

Kommentar: Sehr geehrte Frau Domainko, Vorab Glückwünsch zu ihrer Aktivität. Als Biologe und stellvertr. Mitglied im Naturschutzbeirat wäre es meiner Mg. notwendig, die kahlen Stauden des Japan. Knöterichs ?? (am 1, Bild, linker Bildrand ) zu entfernen, um ein weiteres Vordringen in das Tal der Gössering hintanzuhalten.
Letzeres zeichnet sich nach meiner Erinnerung durch das Vorkommen bemerkenswerter Farne u.a. heimischer Pflanzen aus,

Herzliche Grüße
wilfried FRANZ

Univ. Doz. Mag. Dr. Wilfried FRANZ, http://www.umweltanwaltschaft.gv.at/de/umweltanwaltschaften/kaernten


2. März 2021

Liebe Frau Simetzberger!
Danke für ihre Nachricht. Sie berichten so motiviert und engagiert und uns kommt das alles so bekannt und vertraut vor…
Gerne können wir uns vernetzen und austauschen. Wir kämpfen nun schon seit fast 20 Jahren gegen die Verbauung der Koralpe. (Ausleitungskraftwerk an der Schwarzen Sulm, Pumpspeicher / 980 MW auf der Koralpe…)
Sobald es Corona erlaubt ist natürlich auch ein Treffen „beim vorbeifahren“ in Schwanberg möglich.

Mit lieben Grüßen
Andreas Mathauer
Sprecher der PI

http://www.koralmschutz-jetzt.at


6. November 2020 https://kaernten.orf.at/stories/3074778/

Streit um ausgetrockneten Bach

Einige Hausbesitzer in der Altstadt von Hermagor sitzen auf dem Trockenen. Das Mühlbachgerinne, eine Ableitung vom Gösseringbach, trieb einst Kraftwerk und Mühlen an. Doch nun ist das Bett trocken, Grund sind nicht übertragbare Wasserrechte, die mittlerweile verstorbene Personen innehatten.*

Dieser Artikel schreit nach Entgegnungen. Allein schon in der Einleitung ist nur der zweite Satz richtig.

Es ist aber schade um die Zeit.


Kleine Zeitung 23.6.2018

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/oberkaernten/aktuelles_oberkaernten/5452010/Hermagor_MuehlbachStreit_Jetzt-setzt-es-Anzeigen

Immer wieder das Wort „Streit“. Unfassbar. Es gibt keinen Streit. Alle wollen, dass der Mühlbach wieder fließt, einschließlich der Behörden. Bis auf einen, un dmit dem hat sich die Kommunikation erledigt. Er hätte in anderen Zeiten nicht nur das Wasserrecht, sondern aufgrund seines schikanösen Verhaltens auch seine Bürgerrechte verwirkt. Er wird recht unrühmlich in die Hermagorer Stadtchronik eingehen, wenn er nicht bald einrenkt.

Zutreffend sind Ausdrücke wie „Skandal“, „Groteske“ oder „Beamtenwillkür.“

Guter Journalismus ist leider Mangelware geworden.


Am 26.12.2017 um 16:39 schrieb Klaus Fessler:

Hallo Frau Simetzberger !

Ich gratuliere Ihnen zur umfangreichen und anschaulichen Dokumentation des Mühlbächleins in Hermagor und zum Engagement für die Erhaltung seiner Wasserführung.

Sie werden es möglicherweise seltsam finden, dass sich ein weit entfernter Vorarlberger aus Dornbirn für so etwas interessiert. Mein Interesse ist vor allem industriegeschichtlicher Natur, denn ich habe ein Buch verfasst über die ehemalige Turbinenfabrik Rüsch in Dornbirn, die im Jahre 1913 für das erste E-Werk in Hermagor die Francis-Turbine geliefert hat.  Im Vorarlberger Wirtschaftsarchiv liegen unter der Nr. 133 sogar noch die alten Pläne und Blaupausen dieser Turbine. (Übrigens wurde 1927 auch eine Peltonturbine an einen Podlanig in Hermagor geliefert, der muss seinen Standort aber wo anders gehabt haben).

Allem Anschein nach muss es sich dabei um das alte Kraftwerk im Gösseringgraben handeln, das Sie auf Ihren Videos und Bildern so schön festgehalten haben. Wissen Sie, ob die alten Maschinen noch in Betrieb stehen oder wurden sie ersetzt und modernisiert ? Gibt es ein Foto aus dem Inneren des Kraftwerks ?

Bei meinen Recherchen in anderen Bundesländern oder in Südtirol und im Trentino ist es mehrfach gelungen, alte Kraftwerke an Wanderwegen zu „Schaukraftwerken“ umzufunktionieren bzw. sie zugänglich oder mit einer Verglasung einsehbar zu machen, denn die mehr als 100 Jahre alte Technik funktioniert häufig noch und ist ebenso wie Naturschätze auch kulturell denkmalwürdig.  Auch ich arbeite in der Gemeinde seit Jahren an der Verwirklichung eines „Industriegeschichtlichen -Lehrpfades“ entlang unseres Mühlenkanals (zur Erhaltung alter Anlagen) und ich weiß, wie lange solche Prozesse dauern können…

Viel Erfolg bei Ihren Bemühungen um die Erhaltung des Mühlbaches!

http://www.malingesellschaft.at/aktuell/veranstaltungen/11-05-2017-buchpraesentation-klaus-fessler-werner-matt-hg-die-ruesch-werke

https://rettetdenmuehlbach.wordpress.com/schaukraftwerk-und-weg/

https://rettetdenmuehlbach.wordpress.com/2017/11/06/der-muehlbach-ein-denkmal/


Streit um ausgetrockneten Bach

Einige Hausbesitzer in der Altstadt von Hermagor sitzen auf dem Trockenen. Das Mühlbachgerinne, eine Ableitung vom Gösseringbach, trieb einst Kraftwerk und Mühlen an. Doch nun ist das Bett tr

ORF/Peter Matha
Chronik

Streit um ausgetrockneten Bach

Einige Hausbesitzer in der Altstadt von Hermagor sitzen auf dem Trockenen. Das Mühlbachgerinne, eine Ableitung vom Gösseringbach, trieb einst Kraftwerk und Mühlen an. Doch nun ist das Bett trocken, Grund sind nicht übertragbare Wasserrechte, die mittlerweile verstorbene Personen innehatten.

Der Mühlbach diente einst auch als Tiertränke und war ein idyllischer Teil des Schützenparks. Immer weniger Wasser kam in den vergangenen Jahren von der Wehranlage, nun ist das Bachbett gänzlich ausgetrocknet. Dass hier jemals wieder Wasser fließen wird ist unwahrscheinlich – dafür gibt es komplizierte rechtliche Gründe.

ORF/Peter Matha
Hans Jörg Moser

Hans Jörg Moser kämpft mit einer Bürgerinitiative dafür, dass der künstliche Seitenarm der Gössering wieder Wasser bekommt: „Wir haben seit 2012 das Wasserbezugsrecht. Seit sechs Jahren ist der Bach minimal geronnen, weil man die Fließmenge gekürzt hat.“

Neuer Eigentümer für Grundstück

Schafe tränken, Garten gießen, das alles geht jetzt nicht mehr, denn beim Wehr bleibt der Schieber zu. Das erste angrenzende Grundstück, durch das das Gerinne fließen sollte, bekam vor mehreren Jahren einen neuen privaten Eigentümer. Über dieses Grundstück fließt nichts mehr. Kurt Rohner, Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft, kennt den Fall sehr gut.

ORF/Peter Matha
Schützentafeln sind geschlossen und verwachsen

Ein Problem sei, dass das Recht auf Wasser im Mühlbach an Personen hängt oder besser gesagt hing: „Heute ist das schon lange nicht mehr üblich, aber anno dazumal hat es Rechte gegeben, die nicht mit der Anlage zusammenhängen, sondern mit der Person. Das hat es am Mühlbach auch gegeben, vier persönliche Wasserrechte, die nicht übertragbar waren und mit dem Tod aufgehört haben, zu existieren.“

Schützentafel sperrt Wasser ab

Der Fall beschäftigt Gemeinde, Bezirkshauptmannschaft und Verwaltungsrichter in Kärnten und Wien. Die Mühlbachanrainer haben derzeit nur ein theoretisches Recht auf ihr gefülltes Bächlein. Es handle sich um künstliches Gerinne, das Wasser aus der Gössering bekomme, so Rohner. Oben gebe es zwei Schützentafeln, die mit dem persönlichen Recht verbunden waren. Es gebe derzeit niemanden, der das Recht habe, die Schützentafeln frei zu halten oder so zu manipulieren, dass Wasser wieder fließen könne.

ORF/Peter Matha
Die Anrainer gossen ihre Gärten mit dem Wasser

Alle Beteiligten müssten Lösung wollen

Der Wasserwirtschaftsexperte hatte schon eine Lösung gesehen, nämlich den Bau eines gemeinsamen Kraftwerkes bei der Wehranlage und gleichzeitige Beseitigung des rechtlichen Wirrwarrs. Doch die Frist dafür sei verstrichen, das Wasserrecht abgelaufen. Ein Kraftwerk könne also nicht mehr errichtet werden, wer jetzt dort etwas mache, wäre mit eine Fuß im Kriminal. Wenn alle Beteiligten eine Lösung wollen, würde man auch eine finden, derzeit sei es aber ziemlich verfahren, so Rohner.