Hochwasserverbauung an der Gössering und am Mühlbach

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Wie in der Erzählung „Leben am Bach“ geschildert (erscheint zur Zeit als Serie auf Steemit, zweisprachig (EN | GER) , kann es im Gail- und Gitschtal zu heftigen Überflutungen kommen. Ein Leben am Bach kann idyllisch sein, aber auch gefährlich.

https://steemit.com/deutsch/@martinamartini/leben-am-bach-eine-erzaehlung-teil-7

Im Jahr 1903 wurde Hermagor von einer furchtbaren Überschwemmung heimgesucht. Man findet Details in den Aufzeichnungen von Dechant Hubert Pietschnigg im Buch „Alt-Hermagor“. Er schildert auch den großen Brand in Hermagor 1904 und berichtet von viel früheren Flutkatastrophen.

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Hier ist von der großen Gieß am 15. August 1692 die Rede…

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Die Furcht vor den Bächen und Flüssen im Stadtgebiet ist also nicht von ungefähr.

Da die Witterung nach den Wetterbeobachtungen der letzten Jahrzehnte immer extremer wird, ist zum Schutz der Bevölkerung Hermagors eine Verstärkung der Gewässerverbauung geplant.

Die Abt. 8 der Kärntner Landesregierung Umwelt, Wasser und Naturschutz ist nun mit Regulierungsmaßnahmen beauftragt, die Schritt für Schritt umgesetzt werden. Die Bürger und Bürgerinnen sind selbstverständlich zur Einsichtnahme in die Pläne berechtigt.

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Meine Mutter Helene Gertraud Pilz und ich begaben uns daher am 5. März 2018 zur Gemeinde und zur Wasserwirtschaft Hermagor/Landeswasserbauhof.

Als Anrainerin ist meine Mutter von den Veränderungen betroffen. Darüber hinaus hegen wir ja – wie alle anderen UnterzeichnerInnen der Bürgerinititaive „Rettet den Mühlbach“ Interesse an der Erhaltung des Mühlbachs und des damit verbundenen Naherholungsgebietes.

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Das Gärtlein meiner Mutter wird zwar keine Einbußen erfahren, wohl aber ist im Aaschluss an die Mauer des Nachbarn (Heinrich Klabuschnig) eine Fortsetzung dieser Mauer als Hochwasserschutz vorgesehen. Dieses Teilstzück kommt einer Art Sperre gleich, doch wie uns zugesichert wurde, wird der Mühlbach erhalten bleiben und weiterlaufen wie bisher, da heißt, er wird überbaut.

Auf unsere erstaunte und besorgte Frage, was dann mit dem Stocksteinerwandweg wird, wenn eine Mauer bis zur Gössering gezogen werden soll, ernteten wir ein Erstaunen beider anwesenden Ingenieure. Ein Stocksteinerwandweg? Davon hatte man nicht Kenntnis.

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Nun, wendete ich ein, wenn da eine fixe Mauer errichtet wird, dann müsse wohl für eine Möglichkeit gesorgt werden, den Stocksteinwandweg längs desm Mühlbach erreichen zu könne bzw. vom Weg zum Schützenpark zu gelangen, da es sich um einen beliebten Spazier- und Wanderweg handelt und um eine Besonderheit von Hermagor.

„Und wenn es nur Holztreppen sind, die rauf und wieder runterführen“, meinte ich. „Es muss ja nicht alles gleich etwas Sündteures sein, Hauptsache, der Zweck ist erfüllt“, sagte ich. Man sagte mit zu, dass man dies bei der Planung berücksichtigen und Überlegungen über die Art eines Überganges anstellen werde. Eine Lösung werde ies gewiss geben, damit der Stocksteinerwand weiterhin begehbar bleibe.

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Herr Bachmann vom Amt der Stadtgemeinde Hermagor erteilte uns, soweit er dazu berechtigt ist, Auskunft über den Stand der Dinge betreffend den Mühlbach und das geplante problematische Kleinkraftwerk am Wasserfall der Gössering im Glsseringgraben

.Meine Mutter erzählte mir, dass sie kürzlich zu einer Besprechung in der Gemeinde ging, die den Hochwasserschutz zu Thema hatte. Ihre Schilderung des Verlaufs ließ mich erschüttert feststellen, dass es im Ort Menschen gibt, die anscheinend mächtig sind, aber keinen Respekt vor älteren Menschen haben, und die sich nicht einmal die Mühe machen, Freudlichkeit zu heucheln. Wer nicht einmal älteren Menschen Respekt erweist, der hat auch keinen Respekt vor anderen, so viel steht für mich fest. Traurig.

Mir wurde überbracht, dass ich wegen meienr Öffentlichkeitsarbeit als Störenfriedin eingestuft bin. Nun gut, mag sein. Bizarr, hat mir auch noch jemand vorgeworfen. Mir geht es – wie allen von der Bürgerinitiative – nur darum, ein Naturjuwel für unsere Nachkommen zu erhalten. Wenn man sich dafür von manchen Menschen beschimpfen lassen muss, soll es mir Recht sein.

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Eislaufen im Garten Haus 59, im Hintergrund der Schützenpark

Die Erzählung meiner Mutter bestätigt leider auf das Traurigste, dass eine gute Kommunikation nicht möglich ist und keine Bereitschaft besteht, Lösungen zu erarbeiten, die für die BürgerInnen akzeptabel sind. Dies bezieht sich nicht auf Gemeinde- und LandesvertreterInnen, die sich allesamt stets ausgesprochen höflich und korrekt verhalten.

Auch bestätigte sich erneut, dass sich leider so Manches, das gegen die Interessen der Öffentlichkeit verstößt, schon lange hinter verschlossenen Türen ausgehandelt wurde und leider Zustimmungen auf falschen Grundlagen basierend erteilt wurden.

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An den Wasserwehren im Gösseringgraben, sowohl am vorderen Wehr links vorn am Spielplatz, vormaligen Viehplatz, als auch beim Wehr am Wasserfall, dürfe derzeit wegen der anhängigen Verfahren gar nichts gemacht werden. Ich will dazu nicht ins Detail gehen. Das sei den Zuständigen und der Sprecherin der Bürgerinitiative, Frau Magister Dekan, vorbehalten.

Die einzige neutrale Nachricht, die ich bei diesen Gesprächen bekommen durfte, war die Bestätigung, dass mein Schreiben eingelangt sei und zur Kentnis genommen wurde und nun sozusagen den Amtsweg gehe. Angeregt hatte ich, dass man den Mühlbacsh in Hermagor wegen seiner Bedeutung für den Ort und für das umgebende Naherholungsgebiet als Naturdenkmal eingestuft werden möge.

Zu all diesen Informationen siehe auch die früheren Beiträge hier und meine Dokumentationen über Mühlbach, Gössering, Schützenpark und Gösseringgraben auf YouTube.

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Kindheitserinnerungen: Schneemannbauen im Schützenpark, ca. 1960

 

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